Wie hören wir?

Wie hören wir? : Zwei Ohren + Gehirn = Hören
Beim Hören nehmen beide Ohren die Klänge auf und leiten sie an das Gehirn weiter. Das Gehirn gibt dem gehörten Sinn und Bedeutung.

Weil das Gehirn den Schall vom linken und rechten Ohr gemeinsam auswertet, erkennen wir aus welcher Richtung Geräusche kommen. Wir können die Strasse sicher überqueren, weil wir hören, woher ein Auto kommt und wir drehen uns in die richtige Richtung wenn uns jemand anspricht. Mit zwei Ohren hören wir räumlich. Dadurch fällt es uns leichter bei einer Unterhaltung zuzuhören und Geräusche im Hintergrund auszublenden.

Hören kann müde machen
Lässt das Hörvermögen nach, können die Ohren nicht mehr jedes Detail an das Gehirn weiter leiten. Werden die Informationen aus der Umwelt unvollständiger, muss das Gehirn diese Klanglücken füllen und sich immer mehr zusammenreimen was gesagt wurde. Das kann sowohl frustrierend als auch anstrengend sein. Je mehr Schalldetails das Gehirn erhält , desto einfacher kann es das Gehörte verstehen und Sprache vom Lärm trennen, um einer Unterhaltung zu folgen. Je weniger Schalldetails das Gehirn erhält, desto mehr muss es sich anstrengen und desto mehr Energie verbraucht es. Die Folge: Im Laufe des Tages fühlt man sich immer müder und erschöpfter.

Hören – so individuell wie ein Fingerabdruck
Jeder Mensch nimmt Klänge individuell wahr. Wie wir Schall verarbeiten und Beurteilen, hängt von vielen Faktoren ab: Was wir mögen oder nicht, welche Erfahrung wir mit bestimmten Klängen gemacht haben oder wie unsere momentane Stimmung ist. Neben dem persönlichen Hörgeschmack spielt es eine entscheidende Rolle, wie Ihr Gehirn Schall am Leichtesten erkennt, um den Sinn zu erfassen. Je besser Hörgeräte den Schall so übertragen, wie Sie es mögen und wie Ihr Gehirn ihn gut verarbeiten kann, desto leichter und natürlicher wird Ihr Hörerlebnis. Aufgrund dieser Erkenntnisse werden moderne Hörgeräte so entwickelt, dass sie das Gehirn bestmöglich bei seiner Arbeit unterstützen. Sie gewinnen Hörkomfort und Klangqualität wie Sie es nie für möglich gehalten haben.

Gutes Hören hält geistig fit
Neuste Studien zeigen: bei Menschen mit einer Hörminderung lassen Erinnerungsvermögen und Denkfähigkeit schneller nach als bei gut hörenden Altersgenossen. Als mögliche Ursachen nennen die Forscher den erhöhten Energieverbrauch des Gehirns aufgrund eines Hörverlustes: Energie, die das Denkorgan für das entschlüsseln vom Gesagten benötigt, fehlt ihm für andere Tätigkeiten. Die Folge: Müdigkeit und Erschöpfung.

Moderne Hörgeräte können nahezu jede Höreinschränkung verbessern. Weit über das Hören hinaus schenken sie Lebensqualität.